Gegen die Schweinokalypse

„In #Leipzig gibt es einen #Kindergarten, der hat jetzt allen #Deutschen das #Schweinefleisch #verboten, sogar die #Gummibärchen, weil da Schwein drinne ist, unmöglich, das deutsche Schnitzel ist in Gefahr #schnitzelingefahr und deshalb kommt da jetzt der #Poggenburg und dann gibt es eine #Spontandemo und es regt sich auch schon #Widerstand, 5000  #Antifas wollen morgen zur #Gegendemo anreisen, sicher brennen dann wieder #Autos, wie so oft in der linksradikalen #Südvorstadt, denn dann haben wir die magischen drei Zutaten für eine gute deutsch-sächsische Geschichte zusammen: Schweinefleisch, Extremismus-Theorie und Autos. Juchei, so macht #Wahlkampf Spaß!

#schnitzelingefahr

Ich erspare euch die tatsächlichen Fakten (hat die überhaupt irgendjemand veröffentlicht?). Da ich neben besagten Kindertagesstätten wohne habe ich die verschiedenen Veröffentlichungen verfolgt. Ich bin schwer genervt. Von diesem ganzen destruktiven Aufmerksamkeitskarussell, auf das alle Beteiligten immer wieder aufspringen. Ich versuche es mal konstruktiv: Was für ein Verhalten hätte ich mir von allen Beteiligten gewünscht?

Die Kitas: Haben formal nichts falsch gemacht. Aber es wäre weitaus eleganter und aus demokratiepädagogischer Warte sinnvoller gewesen, bei der Entscheidung über das Essenangebot Angestellte, Eltern (und in meinem Traum sogar die Kinder) einzubeziehen. So, dass eine Entscheidung gefällt wird, die auch alle mit tragen. Dann muss man nämlich später keinen Rückzieher machen.

Presse: So sie berichtet, hält sie sich an die Fakten. Spricht nicht von „Verbot“, wo keines existiert. Und nennt keine Ortsangaben, sprich: nicht die Adresse der Kita, wenn die Stimmung eh schon aufgeheizt ist.

Natürlich könnte man sich auch entscheiden, dass andere Themen wichtiger sind – mit guten Gründen. Denn von einem Sommerloch kann dieses Jahr (leider) nicht die Rede sein…

Politiker_innen und Parteien: siehe oben

Poggenburg: Okay, hier fällt es mir schwer, mir was Konstruktives auszudenken.

Einfach mal konstruktiv denken

Aber eigentlich ganz einfach: Ein paar gut vorbereitete Elternabende und eine Öffentlichkeit, die ihrer Verantwortung gerecht wird. Ist das so sehr zuviel verlangt?

Idealistische Grüße… Ach, was weiß ich denn.

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